Kunstpädagogische Methoden

Der Integrale methodologische Pluralismus nutzt diverse didaktische Verfahren als Werkzeuge für spezielle produktive und rezeptive ästhetische Funktionen innerhalb eines ganzheitlich strukturierten Entwicklungsprozesses.

Die Integrale Kunstpädagogik beendet den jahrzehntelangen Streit um die richtige Lehrmethode für ästhetische Gestaltungsprozesse im Schulunterricht. Mit dem Anspruch einer Metatheorie der Kunstpädagogik zeigt sie, dass die meisten didaktischen Verfahren nur für Teilbereiche der gesamten Persönlichkeitsentwicklung förderlich sind. Daher plädiert sie für eine radikale Methodenvielfalt. Die verschiedenen kunstpädagogischen Ansätze werden im Rahmen des Integralen methodologischen Pluralismus als unverzichtbare Einzelbeiträge zur ganzheitlichen Entwicklung und als gleichberechtigte Stimme innerhalb einer demokratischen Fachkultur verstanden.

Effiziente Unterrichtsplanung

Die Integrale Kunstpädagogik hat ein pragmatisches und somit positives Verständnis zur kunstgeschichtlichen und kunstpädagogischen Tradition. Sie prüft sämtliche methodischen Verfahren der Vergangenheit und der Gegenwart auf ihren didaktischen Wert als Vermittlungswerkzeug in aktuellen kunstpädagogischen Prozessen.

Die Methodenpluralität der Integralen Kunstpädagogik schafft für Lehrende erstmals Klarheit und Orientierung in einem überkomplexen fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Terrain. Die Planung von Unterricht und der Entwurf von Förderstrategien werden somit enorm vereinfacht.

Innerhalb des Konzepts der Integralen Kunstpädagogik werden Folgende drei Methodengruppen unterschieden:

 

kunstpädagogische Methoden,
die einer theoretischen Ausrichtung des Faches dienen,

kunstwissenschaftliche Methoden,
die vor allem rezeptive und analytische Prozesse strukturieren

Unterrichtsmethoden,
die die konkrete Planung, Durchführung und Auswertung von Unterricht unterstützen.

 

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METHODENPOOL

  

Im Folgenden wird eine Auswahl wichtiger didaktischer Fachkonzepte der letzten 100 Jahre vorgestellt. Hier soll Studierenden und Lehrenden ein kompakter Überblick über die wichtigsten kunstpädagogischen Methoden geboten werden. Diese werden jeweils nach dem von ihnen avisierten Hauptschwerpunkt innerhalb der Persönlichkeitsentwicklung systematisiert. Sie werden folglich in fünf Gruppen geordnet:

Kunstwissenschaftliche Methoden

 

Der Integrale methodologische Pluralismus nutzt diverse kunstwissenschaftliche Verfahren als Werkzeuge für spezielle reflexive und analytische Prozesse der Rezeption von Kunst- und Bildwerken. Innerhalb eines ganzheitlich strukturierten Erziehungsprozesses trägt die im Kunstunterricht zu vermittelnde Methodenvielfalt dazu bei, unterschiedliche Sichtweisen auf Kulturgüter zu erlernen, diese kritisch zu befragen und sich einen begründeten ästhetischen Standpunkt zu erarbeiten.

Innerhalb der aktuellen Kunstwissenschaft gibt es bislang keinen metatheoretischen Rahmen, der die Vielfalt vorhandener kunsthistorischer, kunsttheoretischer und bildwissenschaftlicher Ansätze in einem Modell vereinigt. Das Quadrantenmodell der Integralen Theorie ermöglicht es, die einzelnen Methoden nach subjekttheoretischen Schwerpunkten zu strukturieren. Damit wird innerhalb der Methodenvielfalt ein Ordnungssystem geschaffen, das den Kunstlehrenden und den Lernenden im Sinne einer Methodenlandkarte eine einfache Orientierung bei rezeptiven Fragestellungen und bei analytischen Prozessen bietet.

Im Folgenden wird eine Auswahl wichtiger kunstwissenschaftlicher Fachkonzepte der letzten 100 Jahre vorgestellt. Hier soll Studierenden und Lehrenden ein kompakter Überblick über die wichtigsten fachwissenschaftlichen Methoden geboten werden. Bei der Betrachtung und Analyse von Kunstwerken und Bildern, von Architektur und Designobjekten, also allgemein bei kulturellen Artefakten, können diese Methoden als Werkzeuge für folgende Schwerpunkte genutzt werden:

Unterrichtsmethoden

 

Dabei handelt es sich um didaktische Verfahrenswerkzeuge, die unabhängig von den übergreifend angelegten kunstpädagogischen Methoden, ja manchmal auch unabhängig vom Unterrichtsfach sind. Sie dienen der konkreten Planung, Durchführung und Auswertung von Unterricht. Sie werden nicht nach dem integralen Quadrantenmodell geordnet, sondern nach ihren spezifischen Funktionen im Unterricht aufgelistet.

Diese Webseite wird gefördert durch die Philosophische Fakultät III. Erziehungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Zentrum für Lehrerbildung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.