Integrale
Kunstpädagogik

Koordinaten Integraler Kunstpädagogik

Die Integrale Kunstpädagogik unterstützt die Fähigkeit, „ganz real zu leben“, das heißt, im Hier und Jetzt zu sein. Mit ästhetischen Mitteln hilft sie Kindern und Jugendlichen im eigenen Leben wirklich auf den Boden zu kommen, indem sie ein positives und kreatives Verhältnis zu allen Aspekten des Alltags anregt.

Die Integrale Kunstpädagogik reagiert auf die komplexen Herausforderungen der heutigen Gesellschaft und ihrer Konsequenzen für das individuelle Leben. Sie betreibt keine Reduktion der vielfältigen Ansprüche und Potentiale, sondern integriert diese innerhalb eines systemischen Modells.

  

 

Integrale Kunstpädagogik – horizontal

Die vier Persönlichkeitsdimensionen
in ästhetischen Prozessen

Die Integrale Kunstpädagogik fördert intensives ästhetisches Erleben und freie künstlerische Ausdrucksfähigkeit in einer kulturell vielschichtigen und sich mit großer Dynamik verändernden Welt. Sie reagiert mit flexiblen methodischen Werkzeugen auf soziale, mediale, politische, ökonomische und ökologische Wandlungsprozesse. Für das kunstpädagogische Handeln wird das Quadranten-modell von Ken Wilber fruchtbar gemacht, um die Lehr- und Lernziele innerhalb des Faches auf einer theoretischen Grundlage zu bestimmen, um Unterricht zu planen und durchzuführen sowie um einzelne Themenbereiche (bsw. Farbe, Zeichnung, Alltagserforschung, Massenmedien) in ihren ganzheitlichen Dimensionen auszuloten.

  • In der Medienwelt orientieren

    Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind heute mit einer Medienwelt konfrontiert, die verschiedenste Technologien, Anwendungsfunktionen und Kontexte, unterschiedliche Formate, Themen und Ästhetiken miteinander verbindet. Der daraus resultierenden Fragmentierung der Persönlichkeit und der individuellen Orientierungslosigkeit begegnet die Integrale Kunstpädagogik mit ihrem Konzept der Ganzheitlichkeit, das einen selbstbewussten Umgang mit allen Arten von Massenmedien und Medieninhalten fördert.

 

Integrale Kunstpädagogik – vertikal

Grundmuster der ästhetischen
Persönlichkeitsentwicklung

Entwicklung bedeutet, dass sich die Gesamtkonstitution einer Persönlichkeit in verschiedenen Lebensphasen grundsätzlich ändert. Alle Teilaspekte der personalen Ganzheit wie Körperlichkeit, psychische Fähigkeiten, kulturelle und materiell-technische Kompetenzen werden dabei auf einem höheren Niveau organisiert. Man könnte sogar davon sprechen, dass Menschen auf jeder ihrer einzelnen Entwicklungsstufen eine grundsätzlich andere Persönlichkeit erlangen – der Vergleich eines Menschen im Grundschulalter mit dem im Berufsalter macht dies deutlich.

Diese Webseite wird gefördert durch die Philosophische Fakultät III. Erziehungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Zentrum für Lehrerbildung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.